Black Movie II
Marc Adrian´s FILMBLOCK 0 schreitet einen ersten Ritus der Selbstrealisierung aus. Black Movie I mit seinen matteren Flächen (farbiger Filmvorspann) und gut sichtbaren Spleißen - vor der Erstellung eines Negativs zerfiel der Film an den Klebestellen bei jeder Vorführung - steht am Anfang dieser Entwicklung, Black Movie II mit seinen strahlenden, aufwendig erzielten Farben und blitzsauberen "Schnitten" an deren Ende. Beide erzählen aus sich heraus nichts, es sind Farben in Raum und Zeit und mehr nicht, Erfahrungen von Materialitäten. Zusammen, unter Beachtung der drei Filme dazwischen, erzählen sie vom Erlangen einer handwerklichen Sicherheit, Festigkeit, und damit eines tieferen Verständnisses des Mediums: einer Klarheit. (Hans Petersen)
1959 wird BLACK MOVIE II fertiggestellt, eine Variation auf BLACK MOVIE I. Anders als die erste Fassung ist BLACK MOVIE II in der Kamera gemacht. Das Filmmaterial wird durch verschiedenfarbiges Glas, das abwechselnd vor das Objektiv gebracht wird, monochrom „gefärbt“. Durch die genaue Einhaltung eines zuvor bestimmten Rhythmus muss der auf diese Art mit verschiedenen Farben belichtete Film nicht mehr geschnitten werden.
Black Movie II
1959
Österreich
4 min